Juniorhandling

Was ist Juniorhandling?

Juniorhandling ist ein eigener Wettbewerb auf Hundeausstellungen. Im Unterschied zum normalen Rasserichten spielt beim Juniorhandling die Schönheit eines Hundes keine Rolle. Beurteilt wird nicht der Hund, sondern wie gut die Juniorin bzw. der Junior den Hund präsentiert. Juniorhandling ist eine Sportart, die die Beziehung zwischen Kindern und Hunden, aber auch die Gemeinschaft der Junioren fördert.

Grundlage des Juniorhandling ist das normale Rasserichten. Alle „Figuren“, die Präsentation im Stand, der Umgang mit einander: Das alles ist hergeleitet aus den Rassebeurteilungen.

Die Junioren werden nach einem Punktesystem bewertet. Die Harmonie zwischen Junior und Hund, die rassegerechte Präsentation des Hundes im Stand und in der Bewegung, das Vorzeigen des Gebisses: Das sind Kriterien, nach denen die Richter urteilen. Präsentiert wird in der Gruppe und alleine. Selbst die Kleidung des Juniors spielt eine Rolle.

Die Junioren treten in zwei Altersgruppen gegen einander an: 9 bis 12jährige und 13 bis 17jährige. Diejenigen fünf je Altersgruppe, die bei der Vorentscheidung die meisten Punkte bekommen haben, sind für das Finale im Ehrenring qualifiziert. Aus beiden Altersgruppen wird zum Abschluss der Tagessieger gekürt. Bei der letzten Ausstellung des Jahres in Wels kommt es zum großen Finale: die Kür der Jahressiegerin oder des Jahressiegers. Und dieser Titel bedeutet die Präsentation von Österreich bei der Crufts Dog Show im Europafinale.

Die rassegerechte Präsentation eines Hundes: Das klingt viel einfacher als es ist. So mancher erwachsene Aussteller würde sich wohl nicht für das Finale im Ehrenring qualifizieren. Schon die einfachste Figur, die Linie oder Gerade, hat ihre Tücken. Sie darf kein „S“ werden, die Wendung muss fließend sein, die Leine muss korrekt gehalten werden, der Rückweg muss direkt zum Richter führen, und zum Schluss muss der Hund möglichst rasch im idealen Abstand zum Richter „aufgestellt“ werden. Die Junioren müssen aber noch viel mehr und schwierigere Figuren als die Linie beherrschen: das „T“, das „L“, das Dreieck. In der Endausscheidung müssen die Kids ihre Hunde tauschen. Nicht nur der eigene, sondern möglichst jeder auch fremde Hund soll optimal präsentiert werden können.