Katrins Bericht: "Ein Ausstellungs-Highlight"
Für mich, meinen Bruder Andreas und meine Eltern ging die Reise nach Salzburg am Freitag los. Nachdem wir uns durch den zähen Verkehr gekämpft und die Drängeleien am Eingang überstanden hatten, kamen wir schließlich am Juniorhandlingring an. Man sah auf den ersten Blick: Hier findet gerade die Weltmeisterschaft statt! Denn neben den üblichen Verdächtigen aus Österreich waren Juniorhandler aus fast allen Ländern Europas und sogar aus Israel um den Ring versammelt.
Dementsprechend gab es zuerst auch ein großes „Wiedersehen“. Denn viele der Juniorhandler habe ich auf anderen Großereignissen kennen gelernt und bin mit ihnen über Facebook in Kontakt geblieben. Auf der WDS habe ich sie dann das erste Mal nach oft langer Zeit in „echt“ wieder getroffen.
Neben sozialer Kontaktpflege fand am Freitag aber natürlich auch ein Juniorhandlingbewerb statt, bei dem ich mit der Deutschen Dogge „El Cid vom Hause Boss“ antrat. Ich hatte Cid schon auf etlichen österreichischen Ausstellungen davor recht erfolgreich vorgeführt, umso größer war also meine Freude, dass ich es auf der Welthundeausstellung mit „meinem“ schwarzen Riesen unter der Richterin Frau Uschi Eisner zuerst unter die besten sechs schaffte, und mich danach im Finale im Ehrenring auch noch als Semifinalistin für das Weltfinale am Sonntag qualifizieren konnte.
Auf der Clubsiegerschau und im „normalen“ Doggenring erreichte ich mit Cid übrigens einmal V1 und CACA und einmal V4 in jeweils sehr starken Zwischenklassen, worauf ich natürlich mehr als stolz bin!
Praktischerweise waren Cids Besitzer Daniel Depil und meine Familie im selben Hotel untergebracht, sodass diese Erfolge am Abend auch noch ordentlich gefeiert werden konnten.
Ich möchte mich an dieser Stelle bei Herrn Depil auch nochmals für sein Vertrauen und dafür, dass er mir Cid fürs Juniorhandling geliehen hat, danken!
Am Samstag verbrachte ich dann den ganzen Tag in Anif und am Abend besuchte ich die Royal Canin Juniorhandling Gala, die für mich persönlich eines der Highlights des ganzen Wochenendes war.
Da ich schon einmal bei den Wasserspielen gewesen war, wusste ich, was mich dort erwartete, ganz im Gegensatz zu unseren Gästen aus dem Ausland. Sie befürchteten eine „langweilige“ Führung durch historische Gebäude, daher hielt sich ihr Interesse zunächst auch in Grenzen. Das änderte sich aber spätestens nach der ersten Station schlagartig: Zehn von uns wurden dort gebeten, auf steinernen Sesseln um einen großen Tisch Platz zu nehmen. Als der Führer erklärte: „Laugh and stay seated“, wusste noch keiner, was das zu bedeuten hatte, doch plötzlich schoss aus den Sesseln Wasser, woraufhin alle unter großem Gekreische aufsprangen und innerhalb von Sekunden patschnass waren.
Obwohl danach jeder Ausschau nach den nächsten Fontänen hielt, wurde man immer wieder von Wasserstrahlen überrascht, was sich als ein riesiger Spaß erwies.
Anschließend ging es klatschnass zum Galadinner, wo uns ein köstliches Buffet mit österreichischen Spezialitäten erwartete. Meine Tischnachbarn und ich, aber ich glaube auch alle anderen Teilnehmer, haben dort einen unterhaltsamen Abend genossen.
Abgerundet wurde das Programm durch eine „Feuer & Licht Show“ von der Künstlerin „Zackenzilli“.
Dann war auch schon der Sonntag, der große Tag, an dem das Juniorhandling Weltfinale stattfand, gekommen. Ich fieberte am Vormittag mit den Juniorhandlern mit, die sich noch für das Weltfinale qualifizieren wollten.
Am Nachmittag stand ich dann selbst schon wieder mit Cid beim Vorrichten für das große Finale im Ring. Richterin Barbka Novak war auf jeden Fall sehr gewissenhaft und nahm ihre Sache sehr ernst. Aber mehr als 40 Juniorhandler, die entweder die Besten in ihrem Land waren oder sich schon in den Qualifikationsruden gegen meist mehr als 60 andere durchsetzen mussten, machten ihr die Entscheidung wahrscheinlich auch nicht leicht.
Die endgültigen Platzierungen wurden schließlich im Ehrenring, kurz vor dem Best In Show-Bewerb vorgenommen. Gratulation an den Gewinner Stanislav Petrov!
Davor durften aber alle Juniorhandler in den Ehrenring einlaufen. Für mich war das ein unbeschreibliches Gefühl, dass ich dort dabei sein durfte- als Semifinalist unter den Besten der ganzen Welt, in einem großartigen Ambiente und noch dazu im eigenen Land!
Also, alles in allem war die World Dog Show für mich eine grandiose Zeit, in der ich viel Spaß hatte, unvergessliche Erinnerungen sammelte, alte Freunde wieder traf, neue fand und sogar noch ein paar Erfolge verbuchen konnte!
Aber ich glaube, das alles wäre ohne die perfekte Organisation von Birgit Primig und den vielen, die hinter den Kulissen gearbeitet haben, nie so gut abgelaufen! Dafür noch ein großes Dankeschön!


