Viel Training und viel Spaß im Sommercamp
Vom 13. bis 15. Juli 2007 fand das 2. JHA-Sommercamp in Wagrain statt. 14 Kinder sind angereist, trainiert wurde mit 18 Hunden aller Größenordnungen. Beim Abschlussbewerb gab es etliche erste und viele eineinhalbte Plätze. Dank der Unterstützung von Royal Canin konnte das Camp für JHA-Mitglieder wieder kostenlos angeboten werden.
Gleich nach dem ersten allgemeinen Beschnuppern ging es auch schon ins Training. Bei der „komplette Anfänger“-Gruppe war Theresa (14) dabei, die selbst gar keinen Hund zuhause hat. Sie hat Juniorhandling auf der Klubschau der Retriever gesehen und war so begeistert, dass sie im Internet gezielt nach Juniorhandling gesucht und das Camp gefunden hat. Sie hätte am liebsten Cairnterrier Big Ben gar nicht mehr hergegeben.
Viel Erfahrung in der Präsentation von Appenzeller Sennenhunden im Ring, aber keine beim Juniorhandling hatte die weitest gereiste Teilnehmerin: Fatima (9) ist aus Berlin eingeflogen. Mit größtem Ernst von der ersten Minute an hat die Tochter von Trainerin Karin Zanghellini gearbeitet: Viki, mit sieben Jahren die jüngste, an der Leine Cosi, ihr Staffordshire-Bullterrier.
Bei der „schon-ein-wenig-Erfahrung“-Gruppe wurden alle Grundfiguren geübt. Die „Profi“-Gruppe wollte gleich das hohe Niveau beweisen und hat sich dem Achter gewidmet. Nach anfänglichen Schwierigkeiten wurden mit Futterschüsseln die Wendepunkte markiert, anstelle der Hunde wurde eine Plüschente angeleint.
In der ersten Pause wurde ein „Welpe in Not“ gerettet. Drei Teams traten gegen einander an: je ein Teammitglied musste blind durch ein dreidimensionales Netz gelotst werden, an dem eine Menge Glöckchen montiert waren. Dahinter saß der „Welpe in Not“ vor einem „supergefährlichen Abgrund“.
Am Samstag stieß Sophie (12) dazu, sie kam direkt von einer Agility-Trainingswoche mit Tiger, ihrem Tibet Terrier. Pech hatte Katrin (11). Dana, ihre junge Leonberger-Hündin, wurde läufig. Einige Rüden waren zwar begeistert, aber Training war mit Dana kaum möglich.
Für Sandy-Roy (12) hat der Tag mit Rasenmähen begonnen. Die Gruppe brauchte mehr Platz, aber auf der Wiese war jede Menge Klee mit entsprechend vielen Bienen. Er und Lena (12) waren ohne Eltern, aber dafür gleich mit vier Hunden da: Großpudel Flash, Boxer Rambo und zwei junge Chihuahua-Mädchen.
Seitenwechsel, Wendungen, Start vor dem Richter: hartes Training für alle. Immer wieder wurden die Hunde getauscht. Die drei Lhasa Apsos Yuni, Vranzi und Knopferl von den Trainerinnen Birgit Primig und Uschi Eisner waren im Dauereinsatz. Der Hunde-Jungspund in der Runde, der sechs Monate alte Hovawarth „Botox“ von Alina (11) wurde in kürzester Zeit zum Showprofi.
Vor allem die beiden Bernhardiner-Damen Amanda und Dana von Marcel (10) und Janine (9), aber auch die Berner Sennenhündin Upsi von Trainerin Uschi Eisner haben in der Hitze gestreikt. Der Westhighland White Terrier Snoopy von Natascha (14) hat ebenfalls jede freiwillige Bewegung verweigert. Nach einem „Tausendfüssler-Rennen“ hatten dann auch die Kids genug. Während alle Hunde den Nachmittag im Schatten verschlafen haben, haben sich die Kids im Schwimmbad vergnügt.
Nach einer letzten intensiven Trainingseinheit am späteren Nachmittag musste noch ein „Piranha-Becken“ durchquert werden. Die Mitglieder der Spielteams standen auf einem „Piranha-Abwehr-Floss“. Ein Teammitglied bekam „Piranha-Abwehr-Stiefel“ und musste den Rest des Teams durch das „Becken“ ziehen. Das funktioniert aber nur, wenn alle gleichzeitig immer wieder in die Luft springen. Genug trainiert, aber immer noch nicht genug gespielt: die Mädchen haben die Burschen beim Seilziehen geschlagen.
Am Sonntag hat wohl ganz Wagrain vibriert, so aufgeregt waren die Kids. Zwei Irische Wolfshunde sollten kommen. Veronika (14) und Benjamin (10) haben es genossen, mit den beiden Riesen Gerry und Barbarella Figuren zu laufen. Über die Begeisterung für diese Hunde haben die Kids die Nervosität vor dem Abschlussbewerb beinahe vergessen.
Eine „echte Richterin“ sollte kommen. Rikki Kainz-Götz ist tatsächlich eigens angereist. Die Kids wurden in zwei Altersgruppen geteilt. Präsentation in der Gruppe: Bewegung und Stand. Einzeln Figuren laufen. Immer wieder Seitenblicke zu den Trainerinnen: alles richtig? Alle wurden Sieger, einige mit ersten Plätzen, einige mit eineinhalbten Plätze. Für alle gab es Pokale, die Elfriede Heidecker gestiftet hat.
Ein letztes Spiel: dieses Mal sollten aber die mittlerweile sehr ausgeruhten Eltern eine schwierige Aufgabe bekommen. Sie mussten sich im Kreis eng auf den Boden legen und die Beine in die Luft strecken. Auf die Fußsohlen wurde ein Kübel mit Wasser gestellt. Auf „Los!“ mussten sie ihre Schuhe ausziehen, ohne dabei Wasser auszuschütten. Die Eltern haben es bravourös geschafft. Erst beim letzten Kids-Team ist der Kübel gekippt…
„Wie sind wir?“ – „Gut sind wir!“ – Wie das „mentale Training“ genau funktioniert, darf nicht verraten werden. Die Kids wollen es nächstes Jahr den „Neuen“ selbst beibringen – oder es schon auf einer der nächsten Ausstellungen präsentieren.