Wenig Kids in Wieselburg
Nicht viele, aber nur sehr gute: die TeilnehmerInnen an den Bewerben in Wieselburg. Am Sonntag richtete Maria-Luise Doppelreiter. Sie hat den folgende Bericht für die JHA geschrieben.
Am Sonntag hatte ich in Wieselburg die Ehre und Freude, Junior Handling zu richten. Es waren nicht sehr viele Junioren gemeldet, umso erfreulicher war der hohe Leistungsstandard dieser Jugendlichen.
In der AK 1 war Benjamin Hochhold alleine, er zeigte eine ausgezeichnete Leistung, war mit viel Ernst und Ehrgeiz bei der Sache und führte alle Figuren fast fehlerfrei aus. Beachtlich auch sein „Mut“, alleine im Ehrenring den Hund zu präsentieren – von den vielen Zusehern war er völlig unbeeindruckt und stellte sich auch professionell dem Interview von Moderatorin Fr. Russ – weiter so!
In der AK 2 waren sieben Teilnehmer angetreten, leider war daher 2 Teilnehmerinnen die Teilnahme am Finale nicht möglich. Die Entscheidung war jedoch äußerst knapp, alle sieben erhielten mehr als 90 Punkte (wer mich kennt weiß, dass dies eine sehr hohe Bewertung ist – ich bin immer kritisch!). Bei allen habe ich ein wenig das Dreieck kritisiert, weil vor allem der erste. Schenkel meist nicht ganz gerade ausgeführt wurde. Das Zeigen der Zähne könnte bei einigen besser sein, Gebiss-Schluss war in Ordnung, aber die Seiten wurden nicht immer gut gezeigt. Die Goldene Regel wurde von allen beachtet, keinem ist in dieser Hinsicht auch nur der kleinste Schnitzer unterlaufen.
Im Finale war die Entscheidung dann wirklich nicht einfach. Patrick Dodan als 5. hatte leider mit seinem „geliehenen“ Chinese Crested einige Probleme und es gelang ihm nicht so gut, den Hund zu präsentieren. Natascha Hochhold präsentierte den Lhasa Apso sehr gut, die Gerade fiel leider ein wenig zu kurz aus. Ich habe allen Junioren gesagt, wie weit sie etwa gehen sollen – immer darauf achten, welche Anweisungen der Richter gibt.
Zakes Stabenow aus Deutschland ist ein äußerst höflicher, sehr professioneller Junior Handler, der seinen Zwergschnauzer prima präsentierte, nur ganz kleine Schnitzer ließen ihn hinter den beiden jungen Damen auf dem 3. Platz landen.
Um den Sieg ritterten dann noch Veronika Kubasta mit ihrem Havaneser und Dominika Suster (CZ) mit ihrem Chihuahua. Veronika war eine sehr gute Vorführerin, sehr positiv ihr strahlendes Lächeln, man sieht ihr wirklich an, dass sie mit Freude dabei ist! Veronika Kubasta führte ihren Mini sehr ruhig vor, ohne hektische Bewegungen, immer voll konzentriert.
Der Sieg ging schlussendlich an Veronika, die beim Hundetausch das etwas bessere Einfühlungsvermögen zu haben schien und sich beim gemeinsamen Laufen beider Teilnehmer konzentrierter zeigte.
Eine wirklich knappe Entscheidung, alle hätten den Sieg verdient und es war ein Vergnügen, so gute Junioren richten zu dürfen!
Maria-Luise Doppelreiter